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EXCEVAL™ – Häufig gestellte Fragen

EXCEVAL™ – Häufig gestellte Fragen

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Wie kann EXCEVAL™ gelöst werden?

EXCEVAL™ wird unter Rühren schrittweise in Wasser bei Raumtemperatur gegeben und anschließend durch Erhitzen gelöst. Als Heizmethoden kommen direkte Dampferwärmung oder indirekte Beheizung über ein Heizmantelsystem in Frage. Da sich das Auflösungsverfahren je nach Typ geringfügig unterscheidet, beachten Sie bitte die folgenden Abläufe:

1. EXCEVAL™ wird unter kontinuierlichem Rühren schrittweise in Wasser bei Raumtemperatur zugegeben.
2. Das Rühren wird fortgesetzt und mit dem Erhitzen begonnen.
3. A. Nach Erreichen von 95°C wird die Temperatur gehalten und 1–2 Stunden weitergerührt.
    B. Nach Erreichen von 90°C wird die Temperatur gehalten und etwa 1 Stunde weitergerührt.
    C. Nach Erreichen von 95°C wird die Temperatur gehalten und etwa 2 Stunden weitergerührt.
4. Danach wird die Wärmequelle ausgeschaltet und die Rührleistung reduziert. Sobald die Temperatur auf 40°C abgesunken ist, wird das Rühren beendet.

Hinweis: Schnelle Abkühlung oder weiteres Rühren unterhalb von 40°C kann zu Trübungen der Lösung führen.

TypAuflösungsart
AQ-4104A
RS-2117A
RS-2817 SBB
RS-1717B
HR-3010C

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind bei der Lagerung einer wässrigen Lösung von EXCEVAL™ zu beachten?

1) Viskosität
Die Viskositätsstabilität wässriger EXCEVAL™‑Lösungen variiert je nach Typ. Es wird daher empfohlen, die Lösungen möglichst zeitnah zu verwenden.

2) Schimmel, Verderb und Rost
Bei längerer Lagerung von EXCEVAL™ in wässriger Form können – abhängig von Anlagenaufbau, Werkstoffen und Lagerbedingungen – Schimmelbildung, mikrobieller Verderb oder Rost auftreten. Die Zugabe von Antischimmel‑, Konservierungs‑ und Korrosionsschutzmitteln wird empfohlen.

Wie kann Schaumbildung in einer wässrigen EXCEVAL™‑Lösung verhindert werden?

Beim Auflösen von EXCEVAL™ in Wasser oder bei der Verwendung der wässrigen Lösung kann es – abhängig von Viskosität und Rührgeschwindigkeit – zu Schaumbildung kommen. Diese kann durch Zugabe von Entschäumern (500–5000 ppm bezogen auf EXCEVAL™) reduziert werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass Art und Dosierung des Entschäumers die ursprünglichen Eigenschaften von EXCEVAL™ beeinflussen können.

Welche Feststoffkonzentration ist für eine wässrige EXCEVAL™‑Lösung optimal?

Abhängig vom Typ wird im Allgemeinen eine Feststoffkonzentration von 10–15% empfohlen.

Welche Trocknungstemperatur ist für EXCEVAL™ optimal?

Da die Filmbildungseigenschaften von EXCEVAL™ nicht von der Trocknungstemperatur beeinflusst werden, kann die Trocknung bei jeder für die jeweilige Anlage geeigneten Temperatur erfolgen. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber PVDC dar, das zur Filmbildung eine Wärmezufuhr benötigt.

Wie viel wässrige EXCEVAL™‑Lösung ist erforderlich, um eine hohe Gasbarrierewirkung zu erzielen?

Eine Schichtdicke von 1–2μm ist ausreichend, um eine ausgezeichnete Gasbarriereleistung zu erzielen (Permeation < 1cm³·m⁻²·Tag⁻¹·atm⁻¹).

Wie kann die Auftragsmenge von EXCEVAL™ erhöht werden?

Die Auftragsmenge kann durch Erhöhung des Feststoffgehalts der Beschichtungslösung gesteigert werden, wodurch sich gleichzeitig die Trocknungszeit verkürzt. Zwar steigt die Viskosität bei höherem Feststoffgehalt an, sie kann jedoch durch eine Erhöhung der Beschichtungstemperatur reduziert werden.

Wie kann die Gasbarriereleistung von EXCEVAL™ weiter verbessert werden?

Die Kristallisation ist einer der wesentlichen Faktoren für die Gasbarriereeigenschaften von EXCEVAL™. Durch eine wärmebehandelnde Prozessführung, die die Kristallbildung fördert, kann die Leistung weiter verbessert werden. Beispielsweise führt die Lagerung des beschichteten Films bei 50 °C über mehrere Tage zu einer erhöhten Gasbarrierewirkung.

Wie kann die Wasserbeständigkeit von EXCEVAL™ weiter verbessert werden?

Durch Vernetzung kann zwar die Wasserbeständigkeit verbessert werden, allerdings ist bekannt, dass eine Behinderung der Kristallisation die Gasbarriereleistung verringern kann. Eine Vernetzung mit Metallkomplexen, beispielsweise auf Titanbasis, ermöglicht es jedoch, sowohl eine hohe Gasbarrierewirkung als auch eine verbesserte Wasserbeständigkeit zu erzielen.

Ist EXCEVAL™ bedruckbar?

Ja. EXCEVAL™ zeigt in der Regel eine gute Verträglichkeit mit Druckfarben und ist gut bedruckbar.

Wird die Barriereleistung von EXCEVAL™ durch Biegen oder Verdrehen des Films beeinflusst?

Unter Berücksichtigung der für Verpackungsfolien erforderlichen Flexibilität wurde die Barriereleistung nach mechanischem Verdrehen (Gelbo‑Flex‑Test) untersucht. Selbst nach mehr als 20 Verdrillungszyklen wurde keine Verschlechterung der Gasbarriereleistung festgestellt.

Worin besteht der Unterschied zwischen EXCEVAL™ und KURARAY POVAL™?

EXCEVAL™ ist ein hydrophob modifizierter Polyvinylalkohol (PVOH, PVA, poval), der mit einer firmeneigenen Technologie von Kuraray entwickelt wurde. Im Vergleich zu unverändertem KURARAY POVAL™ (Standardtypen) zeigt EXCEVAL™ unter Bedingungen hoher Luftfeuchtigkeit deutlich verbesserte Sauerstoffbarriere‑ und Fettbeständigkeitseigenschaften.

Ist EXCEVAL™ biologisch abbaubar?

Ja, EXCEVAL™ ist in wässriger Lösung von Natur aus biologisch abbaubar*.

*Von Natur aus biologisch abbaubar: Eigenschaft eines Materials, bei der es ohne besondere Bedingungen oder Zusatzstoffe durch natürlich vorkommende Mikroorganismen letztlich zu Wasser und Kohlendioxid abgebaut wird.

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